I love your smell - Beauty
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I love your smell

Denkt man an London, gehört Parfüm nicht unbedingt zu den ersten Assoziationen. Obwohl von dort aus seit einigen Jahren extraordinäre Parfümeure die Duftwelt erobern. Und obwohl solch traditionsreiche Häuser wie Penhaligon’s bereits seit über hundertfünfzig Jahren Düfte kreieren, die weltbekannt wurden. Exklusiv, kosmopolitisch und raffiniert: Londoner Parfümeure haben einen ganz besonderen Riecher.

FRIEDEMODIN

Key

Der Schlüssel zum verwunschenen Garten ist gleichzeitig das Markenzeichen von Friedemodin.

London vibriert bei Tag und Nacht und zieht kreative Menschen unterschiedlichster Länder an. Auch die Gründer des jungen Dufthauses Friedemodin kommen ursprünglich nicht von der britischen Insel. Nina Friede wurde im deutschen Künstlerdorf Worpswede geboren, Elisabeth Modin wuchs in einer kleinen Stadt in der Nähe Stockholms auf. Beide gründeten erst vor Kurzem das Label Friedemodin und setzen nun von London aus innovativelegante Duftakzente.

Nina Friede und Elisabeth Modin

Nina Friede und Elisabeth Modin

Was die beiden Frauen verbindet, ist ihr Glaube an die Kraft der Düfte. „Wir saßen in einem Café in Chelsea und nebenan war ein Blumengeschäft. Das Blumenbouquet erinnerte und inspirierte uns und wir stellen fest, welch unglaubliche Kraft Düfte haben, die lebhaftesten Erinnerungen zu evozieren.“ Das Konzept Friedemodins ist der Kombinationsduft. Alle vier Parfüms ihrer ersten Kollektion „Jardin Mystique“ können einzeln und auch besonders gut übereinander getragen werden, um individuelle und harmonische Duftsymbiosen zu kreieren. Chefparfümeur des Labels ist kein Geringerer als Francois Robert, der den Beruf seiner Familie nun bereits in der vierten Generation fortführt. Robert schuf unter anderem zahlreiche Düfte für die Marke Les Parfums de Rosine und bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung als Parfümeur von Luxusdüften mit. Seine Kreationen bestechen durch Frische, Leichtigkeit und Sinnlichkeit. Für Friedemodins erste Kollektion ließ er sich zwei Jahre Zeit, um das Konzept des Kombinationsparfüms zu schaffen. Keine leichte Aufgabe: Vorsichtig mussten die Duftbestandteile ausgewählt werden, um bei jeder Kombination eine harmonische Interaktion der Duftnoten gewährleisten zu können.

"Jardin Mystique" von Friedemodin.

„Jardin Mystique“ von Friedemodin.

„Jardin Mystique“ erinnert an die Düfte eines wilden, verzauberten Gartens – sie reichen von frischen Noten eines taufeuchten vormittags über den Geruch der heißen Sonne am Mittag bis hin zum kühlen Aroma der Dämmerung. Klassisch und doch zeitgenössisch portraitiert jedes Parfüm Elemente des verzauberten Gartens. Kräuter wie beispielsweise Basilikum oder Pfefferminze spielen dabei ebenso eine Rolle wie Zedernholz, Moschus oder Cassisblüte. Inspiriert wurden diese Kreationen vor allem von frühen Erinnerungen an wilde Gärten – vom Künstlerdorf Worpswede in Deutschland bis zur Nordinsel Lungö in Schweden.

ORMONDE JAYNE

 

Gold powder puff - eine Liebeserklärung an den zarten Teint der Frau

Gold powder puff – eine Liebeserklärung an den zarten Teint der Frau.

Linda Pilkington war schon als Teenagerin begeistert von Düften und arbeitete nach der Schule als Blumenverkäuferin in ihrer Heimatstadt im Nordwesten Englands. Später lernte sie wie man Duftkerzen und Badeöle herstellt. Nach dem Studium begann eine wilde Zeit, in der Linda Pilkington den Rucksack schnürte und durch die Welt reiste. Sie arbeitete in Südamerika, in Afrika und im Fernen Osten, führte ein Boutiquehotel und eine Sojabohnenfarm und sogar eine Eisdielenkette. Dort stellte sie ganz besondere, exotische Eiskreationen her. Doch die Liebe zum Duft verließ sie nie. Zurück in England begann sie ihre ersten Parfümarbeiten und war auf Anhieb erfolgreich, auch Chanel wurde auf die junge Designerin aufmerksam und bat um eine außergewöhnliche Duftkerze. Dies war das Startsignal für Linda, die nun beschloss, ein eigenes Label zu gründen: Ormonde Jayne wurde geboren.

Linda Pilkington

Linda Pilkington

Im Jahr 2001 eröffnete Linda ihre erste eigene Parfümerie in London. „Ich möchte Elemente kombinieren, die für wahre Eleganz stehen: die Qualität der Englishcraftsmanship, die Kunst der französischen Parfümerie und die Sinnlichkeit und natürliche Harmonie des Orients.“ Diesem Konzept ist sie bis heute treu geblieben.

The Four Corners of the Earth

„Ormonde Jayne“

Ihre exklusiven Düfte verbinden fruchtige Komponenten aus China und Japan mit ägyptischen Kräutern oder eleganten, tropischen Blütenessenzen. Pflaume, Wasserlilie oder französische Vanille spielen ebenso eine Rolle bei ihren soften Düften wie ungewöhnliche Bestandteile wie Basmati, Pfeffer oder Bambus. Ebenso besonders sind ihre unkonventionellen Männerdüfte: Isfarkand ist eine sinnliche Komposition aus Mandarine, Bergamotte, Zeder und Moos.

Die wunderschöne Parfümerie in der Royal Arcade - göttliche Düfte kombiniert mit einem glamourösen Shoppingerlebnis.

Die wunderschöne Parfümerie in der Royal Arcade – göttliche Düfte kombiniert mit einem glamourösen Shoppingerlebnis.

Ein Highlight ihres Schaffens sind die Parfüms der Reihe „The four courners of the earth“ mit herrlich klingenden Namen wie „Nawab of Oudh“ oder „Tsarina“. Es ist eine Sammlung ihrer Reisen um die Welt, die sie inspiriert haben, es ist eine zeitlose Hommage. Seltene und exotische Öle gehen einher mit dem kosmopolitischen Spirit Londons. Diese einzigartige, sich ständig verändernde Stadt ist das Epizentrum der Parfümeurin. Von diesem globalen Dorf aus feiert Ormonde Jayne „The four courners of the earth“ und hat sich damit einen Lebenstraum erfüllt. „Ich habe es geschafft, die seltensten Düfte aus der ganzen Welt einzufangen und zusammenzubringen, aus den Wüsten des Ostens, den Dschungeln Lateinamerikas, den ummauerten Städten Chinas und dem Russland der Romanow- Zaren.“

PENHALIGON’S

Artemisia

Penhaligon’s Artemisia

Very british und weltbekannt: Wer kennt nicht die hübschen, hinreißenden Flakons mit Schleife der Londoner Traditionsmarke Penhaligon’s? Bereits in den späten 1860er Jahren von dem Barbier William Henry Penhaligon gegründet, entwickelte sich das Dufthaus schnell zu einem bekannten Namen in der schicken Londoner Gesellschaft. Seine klassischen Rasurprodukte standen ebenso hoch im Kurs wie seine selbst formulierten Düfte. Sogar Hofl ieferant und Parfümeur des königlichen Hofes von Queen Victoria war Penhaligon einst. Neben den gekrönten Häuptern des europäischen Hochadels zählte Penhaligon’s auch den Schriftsteller Oscar Wilde sowie Sir Winston Churchill zu seinen Kunden. Bis heute werden die Parfüms nach Originalrezeptur hergestellt und verkörpern den Geist der britischen Aristokratie und des untergegangenen Empires.

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Penhaligon’s English Perfume House – bis heute verkörpern seine Düfte den Geist der britischen Aristokratie und des untergegangenen Empires.

Einer seiner ersten Kreationen aus der Gründerzeit von 1872, „Hammam Bouquet“, ist bis heute eines der begehrtesten Produkte. Es entstand zu Ehren des türkischen Bades, das sich unterhalb der Geschäftsräume an der Londoner Jermyn Street befand. Auch die Serie „Blenheim Palace“ ist legendär. Kreiert im Jahr 1902 vereint es Zitronen-, Lavendel- und Limettennoten mit Gewürzen und Hölzern zu einem frischen und diskreten Duft, dessen Namen von Blenheim Palace stammt – dem Sitz einer der angesehensten Blutlinien Englands. Durch die Weltwirtschaftskrise in den Konkurs getrieben, verschwand Penhaligon’s einst. Doch wie im Märchen wurden die Düfte zu neuem Leben erweckt: Modemacherin Sheila Pickles hatte ein handgeschriebenes Buch mit den originalen Rezepturen von William Henry Penhaligon sowie eine Hutschachtel voller alter Parfümetiketten gefunden.

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Tradition seit 153 Jahren: Bis heute werden die Parfüms nach Originalrezeptur hergestellt.

Mit der Hilfe des italienischen Filmregisseurs Franco Zeffi relli wiedereröffnete Sheila Pickles 1975 den Store von Penhaligon’s in Covent Garden. Heute ist Meister-Parfümeur Olivier Cresp der Schöpfer edler Penhaligon’s` Düfte. Bezeichnend, dass er im französischen Grasse in der Provence geboren wurde und schon von Kindesbeinen an den Beruf des Parfümeurs ergreifen wollte. Cresp entwickelte oder co-entwickelte zahlreiche bekannte Düfte, unter anderem Dolce Gabbanas „Light Blue“ oder „Midnight Poison“ von Dior. Aufsehen erregte vor allem der polarisierende Duft „Angel“ für Thierry Mugler im Jahr 1992. Für Penhaligon’s ist „Peoneve“ seine neueste Kreation, inspiriert von einem englischen Sommergarten mit saftigen, grünen Gräsern und dem berauschenden Duft blühender Blumen. Im Herzen des Gartens wächst die leuchtende Pfingstrose, die dem Duft seinen Charakter verleiht.

FLOWER POWER

Blumen und Gärten sind für Parfümeure seit Jahrhunderten inspirierende Duftquellen. Linda Pilkington von Ormonde Jayne war zuerst Blumenverkäuferin, betört von dem Duft eines Blumengeschäfts in Chelsea, gründeten Nina Friede und Elisabeth Modin ihre Parfümfirma Friedemodin und der neue Duft „Peoneve“ von Penhaligon´s ist die Essenz eines englischen Sommergartens. Duft und Blume gehören unweigerlich zusammen und wo lassen sich schönere und ungewöhnlichere Blumen fi nden – als auf der Chelsea Flower Show. Seit genau hundert Jahren werden die Blumen und die Gartenkunst vom 21. bis 25. Mai mit dieser Londoner Veranstaltung geehrt. Die Show ist der Catwalk der Pflanzen. Hier werden die Trends gesetzt und fast vergessene Pflanzenarten wieder populär gemacht. Über 500 Aussteller, 15 Show-Gärten und 8 Artisan Gardens zelebrieren Flora und Fauna.

Chelsea Flower Show

Die Queen auf der Chelsea Garden Show 2012 und die Hommage an sie in den Rabatten.

Das hundertjährige Jubiläum bietet Anlass, die diesjährige Flower Show zu einem ganz besonderen Blumenspektakel werden zu lassen. Höhepunkt ist das Konzert von „Opera Holland Park“, die die sonst so schweigsame Pfl anzenwelt mit ausgewählten Stücken von Puccini, Verdi und Mozart musikalisch bereichern. So können alle Sinne auf der Chelsea Flower Show verwöhnt werden. Rein optisch bestechen vor allem die Gärten, die mit ihren individuellen und kreativen Designkonzepten kleine Oasen entstehen lassen. Sie entführen uns in entfernte Länder, wie Japan und Lesotho. Im Great Pavillon präsentiert man einen historischen Überblick, der den Wandel des Gartens von der ersten Show 1913 bis hin zur heutigen Zeit zeigt. So kann der Besucher den Gemüsegarten von 1913 mit modernen Nutzgärten vergleichen. Die Lindlay Library hat extra zu diesem Anlass eine kleine Fotoausstellung vor Ort installiert, die die Historie und Entwicklung der Chelsea Flower Show dokumentiert. Drei Aussteller, McBean’s Orchids, Blackmore & Langdon und Kelways, sind die Macher der ersten Stunde und haben diese Gartenbauausstellung von Beginn an begleitet. Sie gehören zum Urgestein der Chelsea Flower Show. Alle Aussteller erhoffen sich natürlich, mit einer der vielen begehrten Awards und Gewinnermedaillen ausgezeichnet zu werden. Eines der Highlights ist die „plant of the year“, womit jedes Jahr eine Pfl anze zum Star der Show gekürt wird. Auch die berühmteste englische Pfl anzenliebhaberin, die Queen, verfolgt jedes Jahr die kreativen Innovationen in der Pfl anzenwelt. Fest steht, die diesjährige Chelsea Flower Show wird ein großartiges blumiges Event, dass sich auch für den Botaniklaien lohnt. Nur einige wenige Gartenspezialisten müssen leider draußen bleiben. Gartenzwergen und anderen mystischen Figuren wird der Zutritt zur Chelsea Flower Show verwehrt.



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