Mama Hamam - Beauty
10716
post-template-default,single,single-post,postid-10716,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,paspartu_enabled,paspartu_on_bottom_fixed,qode-theme-ver-10.1.2,wpb-js-composer js-comp-ver-5.1,vc_responsive

Mama Hamam

Dem atemlosen Treiben der Großstadtmassen, der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft entkommen, begrüßt das Hamam für Frauen in Berlin-Kreuzberg mit wohltuender Stille und entspannender Atmosphäre.

qm31_hamam_neu3

Foto: Farina Deutschmann

Weite Sofalandschaften, großzügige Raumaufteilung und warme Lichtstimmung schaffen einen idealen Ort der inneren Ruhe und Erholung. Jene Ausgeglichenheit, die in Zeiten von permanenter medialer Erreichbarkeit doch schmerzlich vermisst wird. Es sind die kleinen Details, die den Besucher in ihren Bann ziehen: historische Gemälde der antiken Badekultur, bunte Wandmosaiken, orientalisch anmutendes Interieur. Entspannung, Entschleunigung, Entlastung. Dem inneren Ich wird hier ein Ausgleich zum Stress des Alltages geboten.

Bereits seit 1988 fungiert das erste deutsche Frauen-Hamam als Schnittstelle zwischen einheimischen und türkischen Frauen und schafft Kommunikation zwischen den verschiedenen Kulturen. „Der interkulturelle Standort Kreuzberg veranlasste zur Gründung eines Treffpunktes für Frauen unterschiedlichster Herkunft mit der Aufgabe der Integration, Kommunikation und Entspannung“, so Geschäftsführerin Helga Röhle. Die Ursprünge der Wellness-Oase liegen im Orient: Die Historie der türkischen Badekultur lässt sich auf achthundert Jahre zurückverfolgen. Damals wie heute definiert sich das Hamam nicht nur als Ort der Hygiene, sondern vielmehr als Zentrum des Austausches.

qm31_hamam_neu2

Foto: Farina Deutschmann

Entspannen, waschen, kommunizieren: Das kulturelle Bad weiß um die Wichtigkeit der Verbindung von Körper und Seele. Das klassische Hamamritual folgt dabei klaren Strukturen: Zu Beginn des dreistündigen Aufenthaltes schenken warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit Kraft und füllen Energiereserven auf. Platz genommen wird meist auf dem kreisrunden beheizten Nabelstein in der Mitte des Hauptraumes, dem sogenannten Göbek Taşi. Der Besucher legt ein spezielles Handtuch, das Peştemal an. Um den Kreislauf anzuregen, wird mit silbernen Schalen Wasser aus den Mosaikbecken geschöpft, um so den Staub des Alltages davonzuwaschen. Die Intensität der Dusche wird so selbst reguliert. Das gleichmäßige Gießen erhöht den Entspannungszustand und trägt zum luxuriösen Fest der Sinne bei. Wenn das Wasser von Neuem zu fließen beginnt, verwandelt sich das Hamam in einen Ort des Wohlbefindens. Raum und Zeit scheinen sich aufzulösen. Der Körper entkrampft, der Geist kommt zur Ruhe: Ein orientalischer Wellness-Traum aus 1001 Nacht. Zusätzliche Angebote wie Seifenmassagen Sabunlama oder das Ganzkörperpeeling Kese fördern den ekstatischen Entspannungszustand. Während in der Sauna meist geschwiegen wird, ist die Atmosphäre im Hamam lebhafter. Ein sozialer Treffpunkt, an welchem sich unterschiedlichste Generationen, Kulturen und Frauentypen einfinden. Tiefgehende Gespräche, geistiger Austausch, gemeinsame sinnliche Wahrnehmung. Bis ins hohe Alter kann der Wellness-Ort aufgrund seiner wohltuenden gesundheitlichen Anwendungen genutzt werden: Muskelverspannungen werden vorgebeugt, die Durchblutung der Haut angeregt.

qm31_hamam_neu1

Foto: Farina Deutschmann

Neben den medizinischen Vorteilen nutzte man das Hamam oft zum Zelebrieren bevorstehender Hochzeiten, zur Schließung von familiären wie auch beruflichen Geschäften. Es wurde verhandelt, getanzt, gesungen, musiziert. Mancherorts ist es heute noch so. Stetig wächst der Bekanntheitsgrad des Erholungszentrums. Das älteste Hamam Deutschlands ist eine Offenbarung für alle Wellness-Liebhaber und gilt als eine der begehrtesten Adressen Europas. „Bereits beim Eintritt in den Vorraum des Hamams schaltet die Besucherin auf Entspannung und scheint zufrieden“, so Leiterin Helga Röhle. Der Druck und Stress der Gesellschaft bleibt bei jedem Besuch außen vor, Platz bleibt lediglich für Erholung und soziale Zusammengehörigkeit.

www.hamamberlin.de



%d Bloggern gefällt das: